Security Module Card Typ B - SMC-B

Information zum Beantragungsprozess der SMC-B Krankenhaus 

Zur Nutzung der Dienste der Telematikinfrastruktur (TI) muss sich eine Einrichtung authentisieren. Die Authentisierung stellt dabei den Nachweis dar, dass die Einrichtung tatsächlich diejenige ist, die sie vorgibt zu sein. Hierfür ist eine Security Module Card Typ B-Karte (SMC-B) erforderlich. In Ergänzung zu den TI-Hinweisen der DKG vom 24.04.2018 sollen die nachfolgenden Informationen den Entscheiderinnen bzw. den Entscheidern und IT-Verantwortlichen der Krankenhäuser als weiterführende Hilfestellung zum Beantragungsprozess der Institutionskarte (SMC-B Krankenhaus) dienen.

 

Verantwortungsbereich der DKTIG​
Die DKTIG ist Herausgeberin für die SMC-B Krankenhaus. Als Krankenhaus werden dabei alle Leistungsbereiche der Organisationseinheit Krankenhaus definiert, die nicht der vertragsärztlichen Versorgung/Abrechnung unterliegen.
Folglich wird die SMC-B Krankenhaus von der DKTIG nicht herausgegeben für
- Notfallambulanzen
- weitere Ambulanzen am Krankenhaus mit vertragsärztlicher Abrechnung
- Ermächtigte Ärzte
- Belegärzte
- Medizinische Versorgungszentren (MVZ)
Hierfür sind die zuständigen Institutionen zu kontaktieren.

 

Zeitlicher Ablauf
Die Abstimmungen zwischen Industrie und DKTIG hinsichtlich des Beantragungsprozesses für die SMC-B Krankenhaus konnten bislang noch nicht abgeschlossen werden. Zudem steht die sektorenspezifische Zulassung der Industrieunternehmen durch die DKTIG noch aus. Die elektronische Beantragung einer SMC-B Krankenhaus über Antragsportale wird vorrausichtlich im dritten Quartal 2018 möglich sein.
SMC-B-Karten sollten möglichst 4 bis 6 Wochen vor dem Installationszeitpunkt des Konnektors/der Konnektoren im Krankenhaus über das Antragsportal beantragt werden. In diesem Kontext ist zu beachten, dass die Kartenproduktion erst nach dem Vorliegen sämtlicher Antragsunterlagen bei der DKTIG erfolgt.
Hinweis: Da die kostenpflichtige Zertifikatslaufzeit der SMC-B mit der Kartenproduktion beginnt, empfehlen wir, die Beschaffung von Institutionskarten in den Kontext der tatsächlichen Verfügbarkeit von geeigneten Konnektoren zu stellen.


Antragsverfahren SMC-B Krankenhaus
Das Antragsverfahren zur Beantragung einer SMC-B Krankenhaus ist zweistufig.
• Zunächst erfolgt ein elektronischer Antrag über das Antragsportal eines von der DKTIG zertifizierten Trust Service Provider (TSP). Die entsprechenden Antragsportale werden vorrausichtlich im dritten Quartal 2018 über die DKTIG-Homepage erreichbar sein.
• In einem zweiten Schritt muss der elektronische Antrag heruntergeladen und mit Berechtigungsnachweisen (u.a. Kopie des Personalausweises der Antragstellerin bzw. des Antragstellers, Feststellungsbescheid, Handelsregisterauszug o.ä.) an die DKTIG postalisch versandt werden. Detaillierte Informationen zu den zu übermittelnden Unterlagen werden zeitnah auf der Webseite der DKTIG bereitgestellt.Die DKTIG führt nach Eingang aller Unterlagen eine Berechtigungsprüfung der Antragstellerin bzw. des Antragstellers zur Beantragung einer SMC-B für das Krankenhaus durch und initiiert bei erfolgreicher Prüfung die Kartenproduktion.

 

Zustellung der SMC-B Krankenhaus
• Die SMC-B wird über das Zustell-Verfahren „Einschreiben Eigenhändig“ an die Antragstellerin bzw. den Antragsteller versandt.  Es ist zu beachten, dass die Auslieferung nur an die Antragstellerin bzw. den Antragsteller selbst oder eine besonders bevollmächtigte Person erfolgt.
• Zeitnah nach Versand der SMC-B wird separat der zugehörige PIN/PUK-Brief versandt. Für die Inbetriebnahme der SMC-B ist der PIN/PUK-Brief erforderlich.

 

Notwendige Anzahl von SMC-Bs
Hierzu können aus Sicht der DKTIG keine abschließenden Aussagen getroffen werden.
Für jede Rechtseinheit, welche an die Telematikinfrastruktur angeschlossen werden soll, wird mindestens eine separate SMC-B benötigt. Des Weiteren können Landesdatenschutzgesetze für jede Fachabteilung eine SMC-B erforderlich machen, da sonst keine verschlüsselte Kommunikation möglich ist. Zur Absicherung eines möglichen SMC-B-Kartenausfalls sollte zudem zumindest eine Reservekarte vorhanden sein, um den Betrieb kurzfristig wieder aufnehmen zu können.